Wozu sind wir eigentlich auf dieser Erde?

Wiedermal sind wir auf Vis und geniessen gerade jede Minute an unserem Lieblingsplatz, den großen, warmen Felsterrassen am Meer. Wir verbringen hier ganze Tage, nehmen uns Picknick mit, Lesen, meditieren, schlafen, massieren uns und schwimmen im türkisblauen Wasser.
Gestern ist ein ganzer Fischschwarm um unsere Beine geschwommen, wunderschöne, große, blau-grün schimmernde Fische spielten unter unseren Füßen und ich hatte so ein richtiges Delfin-Gefühl.
Sich im schillernden Wasser von den Wellen einfach wiegen zu lassen, dabei in den Himmel zu schauen, das angenehme Gefühl des Wassers auf der Haut zu spüren – das ist für mich wunschlos glückliches, gedankenloses Einssein mit der Natur. Abends taucht die untergehende Sonne die ganze Szenerie in goldenes Licht und auch wir nehmen dieses warme Licht tief in uns auf.

Solche Tage bedeuten für mich Leben

und ich spüre, dass ich davon mehr haben will, mehr solches Leben.
Denn auch hier auf Vis sind wir ja oft sehr beschäftigt mit, Seminaren, Gästebetreuung, Arbeiten auf dem Land oder mit Bauarbeiten.
Auf Vis kommen mir oft solche Gedanken, wozu wir eigentlich hier auf dieser Welt sind und was wir mit der uns geschenkten Lebenszeit anfangen. Sind wir hier um zu ständig zu ackern, uns einen bestimmten Lebensstandart zu erarbeiten, uns anzustrengen, uns zu sorgen, uns zu ängstigen, immer für andere da zu sein, immer nur anderen gefallen wollen und von ihnen anerkannt zu werden, uns ständig selbst zu verurteilen, was wir wieder alles nicht geschafft haben und uns mit all dem in eine schwere Mühle zu spannen, aus der uns irgendwann kein Ausweg mehr zu sein scheint?

Was erfüllt dich wirklich?

Unsere Gesellschaft, wie sie sich in den letzten ca. 50 Jahren entwickelt hat, erzählt uns jeden Tag, wie wir zu sein haben, was wir alles schaffen müssen, was wir alles brauchen, wie wir auszusehen haben, wie wir ein erfolgreiches Leben erschaffen sollten, wie wir unsere Freizeit gestalten sollten, wie wir uns ernähren sollten und auch, dass wir jetzt alternativlos eine Spritze brauchen, um dem ansonsten angeblich sicheren Tod zu entgehen.
Für all diese Erzählungen hält die industrialisierte, technisierte, Pharma- und Gerätemedizinorientierte und auch Pseudo-spiritualisierte Gesellschaft die passenden Mittel bereit, die wir bereitwillig kaufen und konsumieren, weil wir ja geachtete Mitglieder dieser Gesellschaft sein wollen, weil wir dazugehören wollen und weil wir glauben, dass wir uns damit Wohlgefühl erkaufen können.

Und bei all den Anstrengungen, die wir machen um uns das alles zu „erarbeiten“, kommen wir überhaupt nicht mehr auf den Gedanken, all diese Erzählungen von einem „richtigen“ Leben mal zu hinterfragen. Mal innezuhalten und in uns hineinzuspüren, was wir da eigentlich mit unserem Leben machen. Ob uns das wirklich erfüllt und ob das der Sinn unseres Lebens sein soll.
Wir sind allzuoft zu steuerbaren, gutgläubigen Mitspielern in einem Spiel geworden, bei dem meist nur andere gewinnen.

Wir verkaufen unsere Lebenszeit

Auf der kleinen Insel Vis, die ja bisher sehr abgeschieden und fast unbekannt war und wo es lange Jahre nur ein paar Handvoll Zugezogene so wie uns gab, finden sich vermehrt in den letzten zwei Jahren Menschen aus aller Welt ein, die sich für ein anderes Leben entschieden haben. Teilweise junge Menschen mit wenig Geld, teilweise Menschen in ihren besten Jahren, die sich hier etwas Neues aufbauen, oder auch Rentner, die hier anfangen, Hühner und Bienen zu halten, Gärten anlegen und ein Leben mit der Natur geniessen.
Es entwickelt sich gerade eine vielfältige Community über die ganze Insel verteilt, die alle miteinander kooperieren, die die gleichen Werte haben, die in gutem Kontakt und Wertschätzung mit den Einheimischen leben, die sich gegenseitig helfen und unterstützen. Das ist wunderbar zu erleben und gibt Hoffnung, dass ein anderes Leben möglich ist.

Und ich bin fest davon überzeugt, dass wir neue Lebensformen brauchen, in der wir unsere kostbare Lebenszeit nicht großen Konzernen und Institutionen schenken und uns von ihnen einspannen und ausbeuten lassen. Und dann natürlich auch nach ihren Regeln spielen müssen, wie es jetzt durch all den C-Irrsinn besonders deutlich wird. Wir verkaufen ihnen unsere Lebenszeit für Anerkennung, Wohlstand und auch für eine gewisse Bequemlichkeit.

Dabei brauchen und sehnen wir uns doch alle nur nach solchen Momenten des wunschlos glückseligen, gedankenlosen Eins-Seins mit der Natur, mit uns selbst und mit Anderen. Diese Momente sind doch das, wofür wir hier sind, die uns erfüllen und uns Frieden schenken. Und diese Momente können wir uns überall schenken, wenn wir denn wollen. Und was wäre, wenn aus diesen Momenten Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre würden? Ein ganzes Leben.

Robert Betz schreibt in einem Newsletter:

„An jedem Morgen entscheidest du dich, wer du heute sein willst, wie du denken, sprechen und handeln willst in deinem Lebensumfeld, in deiner Beziehung, deiner Familie, an deinem Arbeitsplatz, bei deinen Freunden. Welche Werte, Haltungen und Qualitäten verkörperst du täglich? Sagst du ein freudiges „JA!“ zum Leben oder ein miesepetriges „Nein!“.
Alles, was du heute vorfindest in deinem Leben, all das hast du selbst erschaffen. Selten bewusst, meist unbewusst. Und zwar von innen nach außen. Solange du dich nicht als Schöpfer und Gestalter deiner gesamten Lebenswirklichkeit erkennst und anerkennst, wirst du nichts Wesentliches ändern in deinem Leben.
Wir alle haben diese Welt – wie sie heute ist – gemeinsam erschaffen. Sie ist das Produkt unseres unbewussten, verurteilenden und lieblosen Denkens, Sprechens und Handelns.
Also entscheide dich und übernimm deine ganze Schöpfer-Verantwortung für dich, für deine innere wie äußere Lebenswirklichkeit, für Freude und Frieden, Fülle und Erfüllung in deinem Leben sowie für die Zukunft dieser unserer Welt.“

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