Was ein Sofastoff mit alten Glaubenssätzen zu tun hat.

Kennst du das auch von dir?

Du siehst etwas, was dir gefällt, oder dir begegnet etwas, was du gerne machen möchtest, du wünschst dir schon lange etwas und es ist dir gar nicht richtig bewusst oder du hast einfach eine spontane Idee, die dich begeistert. Wenn die Erfüllung solcher Dinge mit Geld verbunden ist, ertappe ich mich manchmal dabei, dass mein erster Gedanke dem Preis gilt. „Was es kostet es?“ „Will ich das Geld ausgeben?“ „Ist es zu teuer?“ „Will und kann ich mir das leisten?“ Wir sind heute so darauf gerichtet, möglichst alles preiswert zu bekommen, Geld zu sparen bzw. ja nicht zu viel zu bezahlen. Das Internet ist voll von Preis-Vergleichs-Portalen und wir fühlen uns als Versager, wenn wir hinterher merken, dass wir für etwas irgendwo mehr Geld ausgegeben haben als wir woanders bezahlt hätten.

 

Spare dir nichts auf

Ich kenne das von mir auch, dass ich Dinge in erster Linie nach dem Preis aussuche. Das fängt bei Kleinigkeiten an und hört bei Reisen oder größeren Anschaffungen auf. Und irgendwie fand ich das schon immer anstrengend und ich hab mich noch nie so richtig wohl damit gefühlt. Vor lauter Preisvergleicherei hab ich dann oft schon den Spaß an der Sache und vor allem viel Zeit verloren und dann gar nichts gekauft. Und in letzter Zeit habe ich irgendwie gar keine Lust mehr auf die Sparerei, bei der ich dann auch öfter Kompromisse beim Kauf eingegangen bin. Denn die preiswerten Sachen gefielen mir manchmal nicht so gut wie die, die etwas mehr kosteten. Und oft habe ich dann zu den Billigangeboten gegriffen statt zu dem, was mir so richtig gut gefallen hätte und später gemerkt, dass ich keine rechte Freude daran hatte.

 

Herzensentscheidungen statt Sparen

Gestern habe ich mal wieder so eine richtige Herz-Entscheidung getroffen und über mich selbst gestaunt.
Unsere Sitzecke in unserem Haus auf Vis braucht einen neuen Bezug. Einige Wochen habe ich nach passenden Stoffen gesucht und dabei wohlweislich immer schön Preise verglichen. Aber es war einfach nichts richtiges dabei. Dann tauchte bei meiner Suche im Internet ein Foto von einem Stoff auf, in den ich mich auf der Stelle schockverliebt habe, der genau das war, was ich schon so lange suchte und 100% zu unserem Haus passt. Nach einigen Recherchen hatte ich auch einen örtlichen Händler gefunden, wo ich den Stoff beziehen konnte und eine Preisanfrage stellte. Dann kam der nächste Schock – der Preis war 3mal so hoch, wie ich mir vorgenommen hatte auszugeben. Aber der Stoff sooooo schön, von allerbester Qualität, von einer renommierten deutschen Herstellerfirma und meine Liebe war sooooo groß und mein Herz schrie „Jaaaaaaaa.“
Was soll ich lange reden, ich habe mich dafür entschieden, ihn zu kaufen. Und sogar noch 2 andere dazu, für wunderbar passende Kissen. Genauso teuer. Und habe die Bezüge gleich noch nähen lassen und ich bin superglücklich und werde es die nächsten Jahre jedes mal sein, wenn ich auf meine neue Sitzecke schaue und auf ihr Platz nehme.

 

Jetzt kommen die Glaubenssätze ins Spiel

Warum ich das erzähle? Weil solche Entscheidungen – denn ich habe in letzter Zeit mehrere davon getroffen – meine lange gepflegten Glaubenssätze ins Wanken gebracht hat, die da lauteten: „Ich kann es mir nicht leisten, ich brauche Sicherheit, nicht zuviel Geld ausgeben, immer etwas in der Hinterhand behalten, ich muss vorsichtig sein, darf nicht leichtsinnig sein.“ Als Kind von armen Flüchtlings-Eltern sind mir diese Sätze vertraut und ich habe sie sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen. Sparen war bei uns an der Tagesordnung, wir hatten wirklich sehr wenig Geld und wir 4 Kinder haben fast jeden Tag etwas zu diesem Thema gehört. Besonders originell – und heute kann ich darüber lachen – war der Satz meiner Eltern: „Ihr fresst uns noch die Haare vom Kopf“, der lange zur Folge hatte, dass ich mir auch essensmäßig nicht das gegönnt habe, was mir wirklich schmeckte oder was zu teuer war. Bis mir das vor einiger Zeit sehr bewusst wurde und ich merkte, welche inneren Überzeugungen ich da schon so lange mit mir rumschleppte und dass ich tatsächlich dabei übersehen hatte, dass ich heute gar kein armes Flüchtlingskind mehr bin. Ok, ich kann mir auch heute keinen Superluxus leisten, aber ich kann mir doch mit vielen Dingen ein Herzensglück machen und für lange Zeit Freude daran haben.

 

Das, was du dir wert bist, kommt auch zu dir.

Der eigentliche Satz, der bei mir noch tiefer unter all diesen Mangel-Sätzen steckte, war tatsächlich der „Ich bin es nicht wert“ oder „Ich habe es nicht verdient“ – Glaubenssatz. Diese Überzeugung, die durch unsere Erfahrungen in der Kindheit (und das müssen nicht nur Armuts-Erfahrungen sein) in vielen von uns steckt,  blockiert mit der ihr innenwohnenden Angst so viel Lebensfreude, Spontaneität, Leichtigkeit, Verrücktheiten, Wagemut und Glücklichsein. Wenn wir neu lernen, uns etwas wert zu sein und wieder spüren, dass wir einfach alles Gute der Welt verdient haben, werden sich die Wege dahin auch mit Leichtigkeit öffnen. Davon bin ich überzeugt und habe es genauso erfahren.
Es gibt keinen Grund, dich klein zu machen und dich zurückzuhalten. Du hast es verdient, glücklich und lebendig zu sein und du bist das wertvollste, was du besitzt.

 

Gönne dir das, was dein Herz sich wünscht

Gerade gilt noch der Frühbucher-Rabatt (womit wir wieder beim Thema „Sparen“ wären) für mein Urlaubs-Retreat „Die Reise zu Dir“ vom 1.- 8. Juni auf der wundervollen Insel Vis in Kroatien. Ich weiß von vielen, die sich schon lange wünschen, mal dabei zu sein und es sich bisher noch nicht gegönnt haben. Falls du gerne noch teilnehmen willst und glaubst, es dir aus irgendwelchen Gründen – und das müssen nicht unbedingt finanzielle sein – nicht leisten zu können, überprüf mal deine inneren Glaubenssätze. Und schau mal, ob die wirklich noch stimmen oder ob du deinem Herzen eine Chance geben willst, etwas zu wagen. Vielleicht wirst du überrascht sein.

Hier gibt’s auf jeden Fall alle Infos zum wunderschönen Urlaubs-Retreat, auf dem du noch viel mehr Glaubenssätze in den Urlaub schicken kannst.

Info und Anmeldung Urlaubs-Retreat auf Vis

Von Herzen – Eva

 

2 Kommentare zu: “Was ein Sofastoff mit alten Glaubenssätzen zu tun hat.”

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