Warum wir Dinge tun, die wir gar nicht wollen

Viele Menschen fühlen sich in einem Leben gefangen, dass sie so eigentlich gar nicht leben wollen. Meist geprägt von Hetze, Zeitmangel, Lieblosigkeit oder innerer Leere.
Es stellt sich die Frage: Warum tun wir etwas, was wir im Grunde gar nicht wollen, von dem wir wissen und spüren, dass es uns nicht guttut – z.B. durchs Leben hetzen? Warum fallen wir immer wieder in die gleichen Muster hinein? Warum müssen wir uns immer wieder erinnern und ermahnen bzw. ermahnt werden ( siehe die riesige Buch- und Ratgeberflut ), dass so ein glückliches Leben nicht funktionieren kann? Eine glückliches Leben wünschen wir uns doch alle so sehnlich. Warum also tun wir anscheinend genau die Dinge, die ein solches verhindern bzw. unterlassen die Dinge, die es ermöglichen würden

Weil wir irgendwann einmal geglaubt haben, dass wir nur überleben können, wenn wir uns anstrengen, wenn wir noch besser, größer, braver, leiser, lauter, stärker oder auch unscheinbarer sind. Jeder von uns hat seine eigene Überlebensstrategie entwickelt in der Kindheit. Mit diesen Verhaltensweisen haben wir es geschafft und versuchen es heute immer noch zu schaffen. Und das ist unglaublich anstrengend. Eigentlich laufen wir jeden Tag einen Marathonlauf mit einem schweren Sack auf dem Rücken. Und in diesem Sack hockt in der Regel wie eine Krake bleischwer die Verlustangst. Sie hat viele Arme und Tentakel, die sich an uns festsaugen. Angst, die Existenz zu verlieren, das Ansehen, die Liebe, die Anerkennung, die Gesundheit oder letztendlich das Leben.

Erst wenn wir erkennen, dass wir gar nichts zu verlieren haben, nicht mal unser Leben – denn auch das geht ja in einer anderen Form weiter – können wir uns entspannen. Diese Erkenntnis kann uns wie der Blitz treffen oder sie kann langsam reifen. Und mit dieser Erkenntnis kann das Leben in seiner ganzen Vielfalt wieder durch uns hindurchströmen wie ein heilender Fluss. In diesem Fluss wird sich auch der Knoten des Rucksacks lösen und die Krake der Angst wird hinaus fließen und es kann unendliche Erleichterung eintreteten.

Diese heilende Erleichterung zu verspüren wünscht Euch und mir
von Herzen – Eva

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