Der wahre Grund, warum du nicht das tust, was du wirklich willst

Die Frage „Was ist meine Berufung oder meine Lebensaufgabe?“ treibt viele um und ist oft Bestandteil einer meiner Coachingsitzungen mit Klienten.
In diesen Sitzungen finden wir fast immer gemeinsam heraus, dass es nicht einfach Ratlosigkeit oder die Fülle der Möglichkeiten sind, die Entscheidungen so schwierig machen, sondern die Angst und die Befürchtung, das was wir uns erträumen nicht realisieren zu können oder es nicht zu schaffen.

Wir haben alle in der Kindheit Begrenzungen erfahren und sind mit entsprechenden festen inneren Überzeugungen ins Leben gegangen. Wir haben gelernt, dass wir nicht gut genug sind, dass wir vorsichtig sein müssen, dass wir uns anstrengen müssen, dass wir uns im Leben in einem Raum bewegen, in dem überall Gefahren lauern und wir alles unter Kontrolle haben müssen.
Wir könnten fliegen – aber wir legen die Flügel an. Wir könnten einen weiten Raum öffnen – aber wir ziehen den Kopf ein. Warum? Weil wir Angst haben, es könnte schief gehen.
Diese Angst zeigt ihr Gesicht dann in allerlei Befürchtungen wie: Die Umstände passen nicht – Es fehlt das Geld – Ich bin zu Alt/zu Jung – Es ist noch zu früh – Dafür bin ich nicht geeignet – Das ist eine Nummer zu groß für mich – Das ist mir zu anstrengend – Das wird sowieso nie klappen u.s.w.
Und so leben viele Menschen ein Leben auf Sparflamme, nehmen ihren Raum nicht wirklich ein und erkennen und zeigen sich nicht in ihrer wahren Größe.

Stell dir mal vor, was möglich wäre, wenn all diese Begrenzungen nicht da wären…
Was könntest du alles tun, erleben, sein und entdecken?
Wenn wir in eine solche Vorstellung hineingehen, taucht dann auf einmal oft sehr präzise das auf, wofür unser Herz wirklich schlägt, was uns fasziniert und begeistert. Das, was wir „eigentlich“ gerne tun würden, das was wir „eigentlich“ gerne sein würden. Denn „eigentlich“ wissen wir das ganz genau, wenn das, was wir ‚da-vorgestellt’ haben, wegfällt.

Begrenzungen existieren nur in unserem Kopf, in unseren Gedanken. Sie sind nicht die Wirklichkeit und nicht die Wahrheit.
Jeder von uns ist ausgestattet mit unendlichen Möglichkeiten und Fähigkeiten. Es ist die Angst, die uns daran hindert, diese Möglichkeiten zur Entfaltung zu bringen.
In Wahrheit sind wir alle mächtige, erschaffende Wesen – es kommt nur darauf an, was wir erschaffen.
Lassen wir zu, dass Kleinheit und Mangeldenken unser Leben bestimmt oder trauen wir uns Großes zu und lassen alle Herrlichkeiten in unser Leben kommen, die für uns bestimmt sind?

It’s your own choice. Lets do it.

6 Kommentare zu: “Der wahre Grund, warum du nicht das tust, was du wirklich willst”

  1. Astrid

    Hallo Frau Adelberger,
    Ja, von diesen Begrenzungen habe ich auch jede Menge im Kopf. Leider. Und dazu diese große materielle Angst, dass dann mein Einkommen nicht für das Auskommen reicht ….oft weiß man selbst von diesen Begrenzungen – aber nicht davon, wie man sie überwinden kann. Haben Sie denn da einen guten Tipp?!
    Herzliche Grüße, Astrid.

    • Eva Adelberger

      Liebe Astrid, hinter materiellen Existenzängsten stecken immer noch andere Ängste, die wir aus der Kindheit mitgebracht haben und die dann – wenn wir sie uns nicht bewusst machen und verwandeln – unser Leben begleiten. Ich gehe dazu mit meinen Klienten in die Kindheit zurück und hier finden wir immer die Ursachen. Dann ist es oft auf eine Frage der eigenen Entscheidung – für Angst oder Vertrauen. Schau doch gerne nochmal auf meine Seite unter „Sei du selbst“, der kannst du mehr darüber lesen.
      Alles, alles Liebe für dich
      Love – Eva

  2. Christian

    Hallo Eva, danke für deinen kurzen aber aussagekräftigen Artikel. Für mich war und ist es immer wichtig meiner Freude zu folgen. Irgendwie sind für mich Freude, Leidenschaft und Hingabe das gleiche und ohne das eine kann es das andere ja nicht geben. Persönlich für mich sehe ich jede Angst als Herausforderung an. Wie eine Lektion in der es darum geht, sich einfach neu zu entscheiden. Zu entscheiden ob man weiter das wertschätzt was einem Angst bereitet oder sich für das zu entscheiden, was man mit Hingabe erfüllt. Klar schützt das vor weiteren Lektionen nicht, es ist allerdings ein Weg der definitiv freier macht wenn man seinen Herzenswünschen folgt. Alles Gute für Dich, Christian

    • Eva Adelberger

      Das kann ich voll unterschreiben, lieber Christian. Für mich ist es immer wichtig, die Angst anzunehmen und sie nicht abzulehnen. Und die Gedanken zu erforschen, die meine Angst auslösen. Ich liebe das Buch „Sieben kleine Worte“ mit dem Gebet/Mantra: Bitte heile meine auf Angst basierenden Gedanken. Das habe ich schon oft weiterempfohlen. Dir auch von Herzen alles Gute.
      Love – Eva

  3. julu

    Ja, ja die Begrenzungen. Und es dauert bis man sie erkennt.
    Wie schön das du darüber schreibst, so kann man den AHA-Effekt eher haben. 😉
    Danke.

Kommentar schreiben

XHTML: Du kannst diese HTML-Tags verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Zum Kommententieren werden personenbezogene Daten wie die E-Mail-Adresse und der (Nutzer-)Name gespeichert. Mit Absenden des Kommentars erklärst du dich damit einverstanden. Weitere Informationen dazu findest du in der Datenschutzerklärung.

Alle Blogartikel