6. Rauhnacht-Inspiration
Altes Bereinigen

Die heutige Rauhnacht-Zeit am 30. 12. 2020 begann um 0.00 Uhr und endet um 24.00 Uhr.
Dieser Tag steht für den Monat Juni des kommenden Jahres, in dem die Sonne ihren Zenit erreicht hat.

Heute sind wir in der Mitte der Rauhnächte angekommen.
Der 6. Tag ist traditionell der Tag der „heiligen Familie“ und steht unter dem Thema „Bereinigung“. Heute kannst du die kraftvolle Energie der Rauhnächte nutzen, um dich mit deiner Familie zu verbinden und Altes zu bereinigen. Du selbst hast dir vor deiner Geburt diese deine Familie ausgesucht bzw. hast sie auf Grund deines Erfahrungsweges angezogen. Du bist also nicht ohne Grund Teil genau dieser Familie, selbst wenn du dich nicht als Teil von ihr fühlst. Deshalb lade ich dich ein, dir heute Zeit zu schenken für eine innere Begegnung mit deiner Familie.

 

Das Ritual für die Seelenbegegnung mit deiner Familie:

Nimm dir heute etwas mehr Zeit an einem dir angenehmen Platz – gerne auch in der Natur –  und entzünde dort, wenn du möchtest, dein Räucherwerk oder zünde eine Kerze an. Dazu kannst du heute  Kräuter verwenden, die durch ihre Wirkungsweise dazu beitragen, Altes loszulassen und zu bereinigen.

Kalmus – hilft bei der Bewältigung von Loslass-Themen
Kiefernharz – transformiert alles Negative
Lorbeer – schenkt inneren Frieden und hilft, zu verzeihen
Myrte – hilft, seelische Wunden zu heilen 
Weihrauch – reinigt und klärt

Verbinde dich, während der Rauch aufsteigt, zuerst innerlich mit deiner Mutter.
Sie ist der wichtigste Mensch in deinem Leben, egal ob sie noch lebt oder nicht mehr hier ist. Welche alten Dinge gibt es hier zu bereinigen? Erinnere dich, wo du dich durch sie verletzt gefühlt hast,  was dir wehgetan hat und wo auch du sie verletzt hast. Welche Schwierigkeiten musstet ihr durchstehen und was bedarf in eurer Beziehung der Heilung? Lasse bei dieser Betrachtung deinen Kopf mit schon angelerntem und gehörtem Wissen sowie Dinge, die du schon bearbeitet geglaubt hast, vollkommen beiseite und fühle ganz neu nur mit deinem Herzen. Spüre ganz kindlich, was du hier wahrnimmst.
Dann übergib all diese inneren Bilder, Gefühle und Gedanken dem aufsteigenden Rauch und lass sie davon ziehen.

Bitte nun die Seele oder das hohe Selbst deiner Mutter zu dir. Dies ist eine Begegnung, die über die irdischen Erfahrungen, die ihr hier bisher miteinander gemacht habt, hinausgeht. In dieser Seelenbegegnung kannst du hinter die Dinge schauen, die ihr hier miteinander erlebt habt, hinter das, was euch im Alltag belastet, trennt, verstrickt oder beschwert hat. Hinter die Verletzungen, die Wut, die Hilflosigkeit und die Ohnmacht. All diese Dinge geschahen immer aus der Angst heraus. Bei euch beiden. In dieser Seelenbegegnung kannst du die tiefere Wahrheit dahinter erkennen: Hinter all dem steht immer die LIEBE, die nicht trennt, sondern verbindet. Dieser Erkenntnismoment kann ein großer Wendepunkt sein in deinem Leben und schau einfach, was er für dich bereithält.
Lass dir heute von dem höchsten Selbst deiner Mutter ein Geschenk überreichen und erkenne das Symbol für dich darin.

Verbinde dich dann auf die gleiche Weise mit deinem Vater und führe wieder dein Ritual durch. Dann bittest du das hohe Selbst deines Vater zu dir und erkennst auch hier, dass hinter allem die Liebe steht. Auch von ihm erhältst du ein Geschenk.

Begegne ebenso deinem Partner und deinen Kindern.
Dann spüre und fühle in dein Herz hinein, was du, was dein tiefstes Inneres deiner Mutter, deinem Vater, deinem Partner und auch deinen Kindern für ein Geschenk machen möchtest.
Auch wenn es im alltäglichen Leben vielleicht oft anders aussieht – die Liebe ist die Wahrheit hinter den Dingen. Segne all diese Geschenke, segne deine Familie und fühle den Frieden in dir.

 

Heute besonders wichtig: Dein Tagebuch

Schreibe auch heute wieder alles in dein Tagebuch, was du in diesen Seelenbegegnungen erlebt hast und was dich berührt hat. Ebenso deine Erkenntnisse oder auch welche Fragen für dich noch offen sind. Lass sie einfach stehen, danke und vertraue, dass alles getan ist. Erwarte das Beste.
Im Juni des folgenden Jahres kannst du noch einmal lesen, was du geschrieben hast und schauen, was sich für dich mit deiner Familie verändert hat oder wo es noch leichter, friedlicher, liebevoller und entspannter werden darf. Dieser Monat gibt dir die Gelegenheit, das Thema erneut intensiv in dir zu bewegen und so deinen Heilungsweg wieder ein Stück weiter zu gehen.

 

Ich wünsche dir heute viel Segen mit diesem kraftvollen Ritual, dass sehr viel Berührung und auch Tränen in dir auslösen kann und darf. Sei dankbar für alles, was du erfährst. Bewerte es nicht und forciere keine Veränderung. Lass die Dinge geschehen. Dann wird es leichter für dich. Du kannst dieses Ritual jederzeit wiederholen. So kannst du immer mehr die Veränderung spüren, die es in dir bewirkt.

 

In herzlicher Verbundenheit – Eva

 

Stelle dir bei dem Song „So much Magnificence“ einen wunderschönen Ort am Meer vor, an dem du all deinen Familienmitgliedern in Liebe und Vergebung begegnest und gemeinsam mit ihnen den Segen und Frieden spürst, den du in deinem Ritual erfahren hast.

 

 

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Wenn du deine Erfahrungen bisher noch nicht geteilt hast – vielleicht ist es heute wichtig, auch für andere. Wir haben alle Eltern und Familie und haben ähnliche Erfahrungen gemacht, von denen wir gegenseitig lernen können. Ich freue mich auf deine Kommentare – hier oder auf Facebook.

2 Kommentare zu: “6. Rauhnacht-Inspiration
Altes Bereinigen”

  1. Marina

    Das heutige Ritual war äußerst berührend für mich: Der Tag beginnt harmonisch, es schneit und ich bringe meinem Mann Frühstück ans Bett, u.a. weil er gerade eine Verletzung auskuriert. Ich verspüre Lust auf eine Schneeschuhwanderung mit ihm und wille spontan Schneeschuhe für seinen Geburtstag im Jänner bestellen. Er will sich noch länger umschauen, ob er vielleicht noch günstigere findet, ich bin enttäuscht. Als nächstes finde ich am PC die Bilder von Evas Urlaubsparadies in Vis und teile meinem Mann mit, dass ich da sehr gerne mit ihm und unseren fast erwachsenen Töchtern und deren Partnern hinfahren möchte. Er geht nicht wirklich darauf ein, ich bin enttäuscht.
    Ich sage, dass ich mir Sorgen mache, dass unsere Beziehung sich nicht gemeinsam weiter entwickelt, wenn wir nichts Gemeinsames in Richtung Persönlichkeitsentwicklung machen. Er will sich nicht von mir in diese Richtung drängen lassen, es kommt zum Streit.

    Ich widme mich dem heutigen Rauhnachtsritual und notiere Verletzungen, die meine Mama mir zugefügt hat – Beschämung, -Entwürdigung, – Demütigung, – zu wenig Aufmerksamkeit. Ich notiere auch Verletzungen, die ich aus meiner Sicht meiner Mama zugefügt habe – Härte, Ablehnung, „Mutterersatz“, schlechte Noten und für sie peinliche Elternsprechtage.
    Ich erkenne ihre Angst dahinter, als Mutter versagt zu haben, zu jung gewesen zu sein, zu wenig mutig gewesen zu sein, sich von meinem alkoholabhängigen Stiefvater schon in meiner Kindkeit zu trennen.
    Ich erkenne auch meine Angst vor erneuten Verletzungen, vor Zurückweisung und öffentlicher Demütigung.

    Als Geschenk überreicht mir meine Mutter einen geflochtenen Weidenkorb mit Kräutern – für jede Wunde und für jede Narbe liegt ein Kraut darin und auch für alle Herausforderungen, die noch auf mich zukommen.

    Mein Vater hat sich das Leben genommen als ich 8 Jahre alt war. Meine Mutter hatte sich aber bereits von ihm getrennt, als ich 1 Jahr alt war.
    Er hat mich also zweimal verlassen. Er hat von sich bis auf einen kurzen Besuch, bis zu seinem Suizid nie bei mir gemeldet.
    Er hat mich also verlassen und kein Interesse für mich gezeigt.
    Die Angst dahinter war wohl, nicht nur als Vater, sondern generell versagt zu haben. Und ein schlechtes Gewissen, wegen seiner Fehlverhalten.

    Ich finde als Verletzung gegen ihn, dass ich ihn mit seinem Bruder verwechselt habe, als er mich gemeinsam mit seinen Eltern einmal besucht hat.
    Und dass ich ihn für seinen Selbstmord verurteilt habe, in zornigen Phasen, in denen ich ihn so dringend gebraucht hätte – in der Pubertät z.B. oder als ich selber Kinder bekam.

    Er hat mir als Geschenk ein rotes glühendes Herz überreicht.

    Ich ergründe weiters, warum es wohl für meinen Mann so schwer ist spontan zu sein und warum er heute so ein großes Sicherheitsbedürfnis hat?
    Seine Mama hat ihn aus meiner Sicht oft bevormundet, ihr ihren Lebensentwurf überstülpen wollen. Seine Frauen waren nicht gut genug für ihn.
    Die Angst dahinter könnte ev. sein, dass sie als Mutter zu wenig gegeben hat, dass er nicht, die aus ihrer Sicht richtige Frau findet und einen Lebensentwurf, der ihren Vorstellungen entspricht.

    Mein Mann hat seine Mutter durch Härte, Cholerik und „Auf Durchzug schalten“ und Abwesenheit bestraft. Dahinter war wohl wieder die Angst, bevormundet zu werden.

    Ihr Geschenk könnte sein – die wunderschönste und mütterlichste Umarmung, die man sich vorstellen kann.

    Sein Vater war viel abwesend, in der Arbeit, bei noch mehr Arbeit am Wochenende im Pfusch und in Vereinen. Er hat ihm oft gesagt, dass er handwerklich zwei linke Hände hätte und seine großartigen Fähigkeiten in anderen Bereichen nicht gesehen.

    Mein Mann hat ihn verletzt, aus meiner Sicht dadurch, dass er sich ihm intellektuell überlegen gezeigt hat. Und durch Abwesenheit.
    Die Angst dahinter wieder Angst vor Demütigung und zu wenig Aufmerksamkeit.

    Das Geschenk meines Schwiegervaters an meinen Mann könnte sein: Ein Werkzeugkoffer mit allem notwenigen Handwerkszeug für ein erfülltes Leben und eine Wanderung, bei der er ihm viel Aufmerksamkeit und Zuversicht schenkt.

    Mir wird durch diese Übungen klarer, dass wir alle Ängste haben, dass wir alle auf der Suche nach Liebe sind. Das wir alle Fehler machen. Und dass hinter alle diesen Fehlern und Ängsten diese alles umfassende Liebe steht.

    Ich werde jetzt meine Mann suchen und den Streit mit ihm klären.

    • Eva Adelberger

      Vielen Dank, liebe Marina, für diese offene, ehrliche und berührende Schilderung.
      Und vor allem für deine Erkenntnis, dass hinter alle Fehlern und Ängsten die allumfassende Liebe steht. Genauso ist es und ich freue mich sehr, dass durch dieses Ritual so viel in dir in Bewegung gekommen ist.
      Wenn wir ehrlich unsere verletzten Gefühle, die wir aus unseren Kindertagen mitgebracht haben, spüren und vor uns selbst und auch anderen zulassen, wird alles sehr viel tiefer und ehrlicher.
      Ganz viel Herzens-Segen für dich.

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